Das freiburger spital

Abstecher in ein Krankenhaus, dem die Zweisprachigkeit und die Sicherheit der Patienten am Herzen liegen.

Sobald man das freiburger spital (HFR) frühmorgens betritt, spürt man überall Betriebsamkeit. Wer sich in den Gängen bewegt, hört sowohl deutsche als auch französische Stimmen. Die Zweisprachigkeit ist ein wesentlicher Aspekt der Spitalphilosophie. Sie wird mit verschiedenen Massnahmen, darunter ein umfassendes Sprachkursprogramm für die Mitarbeitenden und die gezielte Rekrutierung von zweisprachigem Personal, gefördert. Die Kommunikation wird dadurch vereinfacht und die Patienten fühlen sich während ihres Aufenthalts wohl.

 

Das HFR-Spitalnetz

Das öffentliche Spital wurde 2007 eröffnet und zählt über 3400 Mitarbeitende an fünf Standorten, die sich im Kanton Freiburg in unmittelbarer Nähe der Patienten befinden. Trotzdem ist das HFR ein Spital von überschaubarer Grösse, das eine qualitativ hochwertige Versorgung bietet. Dank Investitionen in Spitzentechnologien gehört es zu den wichtigen Akteuren im Schweizer Gesundheitswesen.

Jahr für Jahr werden rund 21'000 Patienten in den Einrichtungen des HFR-Spitalnetzes betreut. Die ambulanten Behandlungen belaufen sich auf eine halbe Million.

Nicolas Corpataux, Sicherheitsbeauftragter, hat uns für ein Gespräch empfangen. Seine atypische Laufbahn hat im HFR als Pâtissier begonnen. Nach zwölf Jahren legte er die Berufsprüfung zum Spezialisten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis ab. Heute ist er Leiter für Sicherheit und kümmert sich sowohl um die allgemeine Sicherheit als auch um die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Dazu gehören vor allem Prävention, Arbeitsunfälle usw. Neben seiner beruflichen Arbeit ist Nicolas Corpataux auch Feuerwehrkommandant von Villars-sur-Glâne.

 

Die grössten Gefahren

Das HFR-Personal ist oft mit aggressivem Verhalten seitens von Patienten oder Angehörigen konfrontiert, das durch den Stress in Zusammenhang mit Verletzungen oder Krankheit hervorgerufen wird. Protectas interveniert in solchen Situationen meist notfallmässig, damit alle wieder unter optimalen Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen können. Die Fälle können gemeinsam mit einem Psychologen und dem Rechtsdienst nachbesprochen werden. Laut dem Sicherheitsverantwortlichen reicht manchmal eine positive Geste gegenüber dem Patienten, um die Aggressivität zu reduzieren und das für eine kollaborative Kontrolle erforderliche Vertrauen wiederherzustellen.

Ein wichtiger Teil des Sicherheitsdispositivs ist die Evakuierung der Pflegeeinheiten, vor allem betreffend Operationssäle. Für eine effiziente Durchführung braucht es die Unterstützung externer Dienste und eine entsprechende Schulung des Personals.

Patientenflucht ist ein weiteres Problem. Dieses spitzt sich vor allem im Winter zu, wenn es kalt ist und die Patienten Gefahr laufen, zu erfrieren, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden. In diesem Zusammenhang wurde deshalb unter Mitwirkung von Polizei und Pflegepersonal ein spezielles Verfahren eingerichtet, das von einem Videoüberwachungssystem unterstützt wird.

 

Aktuelle Zusammenarbeit mit Protectas

Das freiburger spital hat sich im Rahmen der Erneuerung des Sicherheitsauftrags 2018 für Protectas entschieden. Für den Zuschlag massgebend waren die für die Qualitätsgarantie der Leistungen geltenden Kriterien sowie die modernen digitalen Tools, um elektronische Berichte erstellen zu können. Das erste Jahr der Zusammenarbeit war sehr fruchtbar. Herr Corpataux hebt hervor, dass Protectas die spezifischen Bedürfnisse des HFR sowohl im Hinblick auf die Aufgaben als auch auf das Profil der Sicherheitsmitarbeitenden vor Ort genau identifizieren kann. Die im Einsatz stehenden Personen müssen Ruhe bewahren, gut zuhören und Empathie zeigen können, um ihre Aufgaben in der Spitalumgebung auszuführen.

Die beiden Parteien pflegen eine regelmässige und offene Kommunikation. Protectas hat im freiburger spital pragmatische Lösungen umgesetzt und Visualisierungs- und Managementinstrumente eingeführt, die das Personal bei seiner täglichen Arbeit unterstützen.

 

Herausforderung gemeistert

Die zentrale Herausforderung bei der Wahl des neuen Erbringers von Sicherheitsleistungen war der Zugang zu Sicherheitsmitarbeitenden, die über die gegenüber Patienten und Pflegepersonal erforderlichen beruflichen und menschlichen Eigenschaften verfügen. Protectas hat diese Herausforderung laut freiburger spital bisher perfekt gemeistert.

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